Konfigurator

Beziehungswissen und Regelwerke

Die Eignung für die Konfiguration erklärungsbedürftiger, technisch-komplexer und variantenreicher Investitionsgüter basiert zum einen auf einer strukturierten Produktklassifikation und zum anderen auf der exakten technischen Beschreibung von Beziehungswissen und Regeln, die die Spezifizierung konfigurierbarer Materialien sowie die Kombination von Komponenten steuern.

Bei der Produktklassifikation werden die Produktgruppen in einer beliebig tiefen und komplexen Hierarchie strukturiert. Jeder Produktgruppe (Klasse) können beliebig viele Merkmale zugeordnet werden, die ihrerseits wiederum eine Reihe von Eigenschaften (Datentyp, Maßeinheit, Wertigkeit, Sprachabhängigkeit, ...) aufweisen.

In EasyKat® können Merkmale sowie Bewertungen von Merkmalen in der Klassenhierarchie von oben nach unten vererbt werden.

Die Klassifikationskomponente von EasyKat® orientiert sich eng am Klassen- und Merkmalssystem von SAP R/3 und kann SAP R/3 Klassifikationssysteme ohne Informationsverluste abbilden.

Neben einer technisch orientierten Klassifizierung der Produkte verlangt eine Variantenkonfiguration natürlich auch Regeln sowie Produktwissen.


Um komplexe Investitionsgüter konfigurieren zu können, sieht EasyKat® Konfigurator zwei Verfahren vor:

  • Prozedural gesteuerte Konfiguration

Diese Art der Produktkonfiguration erfolgt tabellengesteuert über serverseitige Scripts, die auf mächtige Funktionen und Prozeduren des Kernel-Systems zugreifen können.

Beziehungswissen und Regelwerke


Der Benutzer wird hierbei über individuelle Prozeduren bei der Produktauslegung geführt. Diese Prozeduren reagieren auf Benutzereingaben und überwachen sie, steuern die Dialogfolge und die Darbietung von Eingabekontrollen (Dialogfelder, Aufklapplisten, Oberflächenelemente).

 

  • Deklaratives Regelsystem

Bei diesem Verfahren sind in der Produktdatenbank Regeln für die Kombinatorik von Produkteigenschaften hinterlegt.

Die Konfiguration bietet dem Benutzer in einer Konfigurationsmerkmal-Maske Sachmerkmale an, die er mit bestimmten Wertausprägungen "bewerten" muss. Die Konfiguration ist abgeschlossen und fehlerfrei, wenn für alle Merkmale, die bewertet werden müssen, gültige Werte ausgewählt wurden.

Regelsystem

 

Über Konfigurations-Regeln wird unter anderem festgelegt:

  • Wie die Konfigurationsmaske auszusehen hat, insbesondere welche Merkmale „bewertet" werden können und welche bewertet werden müssen.
  • Welche zusätzlichen Komponenten nach bestimmten Bewertungen notwenig werden.
  • Welche Bewertungsmöglichkeiten je nach Bewertung eines bestimmten Merkmals noch für andere zu Verfügung stehen. Welche zusätzlichen Merkmale nach bestimmten Bewertungen hinzukommen.
  • Welche Merkmale nach bestimmten Bewertungen wegfallen.

Beispiel (‚Limousine mit elektrischem Schiebedach')

 

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